Guckheim

Porträt

 

Geografie

Wald bei GuckheimGuckheim, überwiegend eine Wohngemeinde mit ausgeprägtem Vereinsleben, liegt in der Mittelgebirgslage des Westerwaldes ca. 330 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Westerwald, der Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist, hat mit der Fuchskaute im Nordosten des Westerwaldes den höchsten Punkt (657 Meter über NN), der tiefste Punkt mit etwa 150 Meter über NN befindet sich im Gelbachtal zwischen Kirchähr und Dies. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Westerburg an.

  Sowohl der Elbbach als auch der einmündende Otterbach fließen direkt an Guckheim vorbei.

Geologie

Als Hinterlassenschaft eines Meeres aus der zeitlichen Periode des Devon haben sich Tonvorkommen abgelagert, die seit Jahrzehnten in unmittelbarer Ortsnähe abgebaut werden. Nach Austonung der Abbaugebiete, also nach dem Abbau ausbeutbarer Tonvorkommen, werden die Flächen rekultiviert. Die typischen Begleiterscheinungen des Tonabbaus, wie der Verlust der Oberflächenvegetation sowie die optische Zerstörung der Landschaft und eine als unzureichend empfundene Rekultivierung, werden in der Guckheimer Öffentlichkeit seit Jahren kontrovers diskutiert. In der Vergangenheit wurden in geringem Maß auch Braunkohle und Basalt (bis 1928) abgebaut. Die Braunkohle wurde in der Grube Franziska zwischen 1746 (erste urkundliche Erwähnung) und 1847 aus einem 1,5 m bis 2,10 m dicken Flöz in 10 m Tiefe gefördert.

Ortsgliederung

Blick nach GuckheimGuckheim besteht aus den Ortsteilen Wörsdorf und Guckheim. Noch 1823 führt Johann Andreas Demian in seinem Handbuch der Geographie und Statistik des Herzogthums Nassau Guckheim und Wörsdorf als zwei eigenständige Dörfer auf. Nur wenige Jahre später schreibt Johann Günther Friedrich Cannabich 1827 von zwei Dörfern die eine Gemeinde bilden. Seitdem sind beide Orte zur heutigen geschlossenen Gemeinde zusammengewachsen. Trotzdem hat sich die ursprüngliche Trennung im Sprachgebrauch gehalten. Ältere Guckheimer verwenden auch heute noch zur Unterscheidung der Anwohner die Bezeichnungen „Guggemer“ und „Werschdörfer“.

Der alte Ortsname „Wörsdorf“ wird nur noch auf sehr wenigen Karten als Ortsteilangabe benutzt und daher wahrscheinlich aussterben.

Geschichte

Besiedelung und Herkunft der Ortsnamen

Zur Herkunft des Ortsnamen Guckheim gibt es verschiedene Theorien und Hinweise.

Eine erste Besiedelung fand vermutlich im 4. bis 6. Jahrhundert n. Chr. mit dem Eindringen der Chatten (Hessen) in den Westerwald statt. Zu dieser Zeit entstanden die Siedlungen der Landnahmezeit mit Endungen auf -ingen und -heim.

Ortsnamen die auf -heim bzw. -em enden, haben sich ursprünglich meist aus Einzelgehöften entwickelt, während Siedlungen mit der Endsilbe -dorf (Wersdorf, Wirsdorf, Wörsdorf) auf Ansammlungen solcher Gehöfte hinweisen.

Das aus dem westgermanischen stammende "guggjon" (bewachen, beschauen) benennt einen Ort besonderer Wertschätzung und Stellung und könnte ebenfalls namensgebend gewesen sein. Dies würde auf eine Besiedlung ab 380 v. Chr. hinweisen, als die Germanen vom Osten und vom Siegtal kommend in den oberen Westerwald eindrangen.

Der Name Guckheim kann auch aus der Karolingerzeit (750–900) stammen. Alte Bezeichnungen für Guckheim, wie "Cochem", "Gocheim" und das mundartlich bis heute verwendete "Guggem" deuten auf diese Siedlungsepoche. Häufig weisen Ortsnamen auf den ersten Ansiedler hin, der hier also ein "coc, coch, goch, guco, gogo" im Namen geführt haben könnte. Die Namen "Cochem" für Guckheim bzw. "Wirsdorf" für Wörsdorf hielten sich bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit der ersten urkundlichen Erwähnung lassen sich aus verschiedenen Quellen weitere Namensvarianten nachweisen: 1299 Gocheim, 1305 Gucheym, 1334 Gucheim, 1441 Kochem, 1534 Jockheim, 1539 und 1786 Guckheim, 1584 Gockumb, 1599 Gockheim.

Bei Ausschachtungen für die Fundamente der neuen Muttergottes-Kapelle auf dem Rothenberg wurde eine Erdschicht von ca. 2,50 m Höhe abgetragen. Unter dem Fundament des Vorgängerbaus fand man eine Tonscherbenschicht von ca. 5 cm Dicke bei einer Größe von ca. 4 - 5 m², die laut Untersuchungen aus der Zeit von 1000 n. Chr. stammt. Vermutlich befand sich um die Jahrtausendwende eine Kultstätte auf dem Rothenberg.

Für den Rothenberg gibt es keine einheitliche Schreibweise. In aktuellen Karten ist der Rothenberg auch teilweise als Roterberg aufgeführt. Mundartlich wird er als Ruurebersch (Roterberg) bezeichnet.

Urkundliche Erwähnungen

In Aufzeichnungen über Besitzungen des Klosters Seligenstatt aus den Jahren 1213-1215 wird der Ortsname Wörsdorf zweimal aufgeführt. Die Aufzeichnungen enthalten die Textfragmente... auch in Wyrßdorff... und ... Item Diderich von Wyrßdorff....

Die erste urkundliche Erwähnung von Wörsdorf vom 25. September 1285 besagt, dass der Abt des Klosters St. Pantaleon in Köln vom Orden des Hl. Benedikt als vom Papst bestelltem Conservator der Privilegion des Deutschen Ordens sich über den Grafen Otto von Nassau und dessen Sohn Heinrich sowie deren Helfer Heinrich von Wörsdorf beklagt um nach vorheriger Ermahnung gegen jene die Exkommunikation zu verkünden.

Weitere Nennungen von Wörsdorf datieren aus den Jahren 1315, 1346 und 1525.

Der Ritter Ludwig Scherre von Waldmannshausen stiftete 1315 von seinen Gütern hier ein ewiges Licht in die Klosterkirche zu Seligenstatt und die Rödel von Reifenberg werden 1346 von Molsberg mit einem Gute hier belehnt.

... Wirsdorf, wo die Herren von Westerburg, die von Ottenstein, Reifenberg, Brambach und Riedesel 1525 Höfe hatten.

Guckheim wurde erstmals 1299 erwähnt:

14. Dezember 1299 Elisabeth gen. von Dorndorf (Dorndorf). Ww. des Ritters Heinrich von Sottenbach, schenkt all ihren beweglichen (bona mea mobilia, utensilia affernalia) und unbeweglichen Besitz in den Dörfern und Gemarkungen Stenbach (Steinbach), Dorringdorf (Dorndorf) Hausen, Vridekobin (Frickhofen), Gocheim (Guckheim) und Wermolderode (Willmenrod) an Hofstätten, Häusern, Höfen, Gärten, Wiesen, Weiden, Wäldern, Fischereien, Zinseinkünften oder anderem der Äbtissin und dem Konvent der Nonnen in Gnadenthal (in valle gracie) zum Heil ihrer Seele und der ihrer Eltern und aller ihrer Vorfahren vor den Schultheißen, Schöffen und anderen Dorfbewohnern und überweist die Güter dem Kloster zu Händen seines Prokurators als Eigentum. - Sgg. des Grafen Gerhard von Diez des Gottfried gen. im Hof (in Curia), Friedrich gen. Stayl und des Hiltwin von Elkershausen, Ritter. - Actum et d. 1299 in crastino beate virginis (Lucie). 19 kalendas Januarii

In den Nassauischen Annalen ist folgende Aufzeichnung aufgeführt:

1299 Gocheim, hatten die von Piesport 1735 einen Hof. Güter kamen hier von Elisabeth von Dorndorf, Witwe von Sottenbach, 1299 ans Kloster Gnadenthal, 1305 an die Ritz von Dehrn und 1334 an die von Schönborn. Wiesen hatten hier die von Mudersbach, die über die von Brambach 1694 an die von Walderdorf kamen. Die Mühle besaß Leiningen-Westerburg 1511 und noch 1786. Eine Braunkohlengrube war 1746 hier in Betrieb.

Die Guckheimer Mühle wird 1511 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie war noch bis 1980 im Betrieb.

Geschichte bis in die Neuzeit

Seit dem 13. Jahrhundert gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Diez. Ab 1490 wird Guckheim zusammen mit Wörsdorf (Wersdorf) zur Salzer Zech gerechnet. (Abgeleitet von zechen, umzechen, der Zech nach gehen, umwechseln, Umzech halten = der Reihe nach (Dorfdienste) tun)

Am 27. Juli 1564 fällt Guckheim mit den Kirchspielen Salz, Meudt, Nentershausen und Hundsangen durch den Diezer Vertrag an das Kurfürstentum Trier und damit dem Amt Montabaur zu.

Der 30-jährige Krieg hinterlässt auch in Guckheim seine Spuren. 1666 gab es in Guckheim nur noch die Familiennamen: Göbel, Fasel und Gleser. In Wörsdorf sind noch feststellbar: Kiep, Schumacher, Born, New (Neu), Fritz, Zeis, Göbel und Fasel. Aus mündlicher Überlieferung ist bekannt, dass in den Kriegsjahren im Ortsteil Guckheim gegenüber dem Dorfkreuz Einwohner gefoltert wurden.

Ab 1748 findet in Guckheim erstmals geordneter Schulunterricht statt, der abwechselnd in verschiedenen Häusern der Einwohner abgehalten wird. Mit der Einstellung des Lehrers Matthias Fasel aus Wörsdorf, beginnt 1820 der Unterricht in einem von der Gemeinde angemieteten Schulzimmer im so genannten Perersch Haus. Auf Anweisung der Herzoglich-Nassauischen Landesregierung beginnt Matthias Fasel die Guckheimer Schulchronik. 1832 erfolgt der Gemeindebeschluss zum Bau eines Schulgebäudes, das am 4. November 1833 eingeweiht wird.

In den Jahren 1841 und 1846 hinterlässt eine Typhusepidemie in Guckheim und einigen Nachbarorten mehrere Tote.
 

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1787 244 1973 645
1818 277 1978 721
1840 338 1983 744
1905 362 1989 805
1939 471 1993 881
1950 472 1997 933

Genaue Bevölkerungszahlen von Guckheim liegen erst seit 1787 vor. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden ausschließlich Angaben zu Feuerstellen (Häuser/Anwesen) bzw. Familien erhoben. Zuverlässige Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung liegen erst seit 1525 vor.

1525 werden sieben Feuerstellen gezählt, für das Jahr 1562 nennt das Dienstregister der Grafschaft Diez sieben Namen (Familien) für Wörsdorf. Ein Jahr später sind es acht Feuerstellen.
 

1589 werden sieben trierische Dienstleute und ein Vogtmann aufgeführt, wobei die Bewohner beider Ortsteile eingerechnet sind. Bis zum Jahr 1653 ist die Einwohnerzahl im Vergleich nicht nennenswert angestiegen, da der 30-Jährige Krieg auch in Guckheim nicht ohne Auswirkungen blieb. Für Wörsdorf werden acht Familien gezählt, in Guckheim sind es zwei Familien. 1684 werden neun Feuerstellen für Wörsdorf und vier Feuerstellen für Guckheim erwähnt.

1823 werden für Guckheim und Wörsdorf insgesamt 271 Einwohner angegeben. 1843 wohnen 77 Familien mit insgesamt 338 ausschließlich katholischen "Seelen" in 59 Häusern.

Der Zweite Weltkrieg hinterlässt ebenfalls seine Spuren. Auch unter den Guckheimern gibt es Verluste. Die Zahl der Einwohner unterscheidet sich in den Vergleichsjahren 1939 und 1950 nur unwesentlich.
 

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Guckheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
 

 

Kultur

Dialekt/Mundart

Die in Guckheim gesprochene Mundart gehört zur moselfränkischen Dialektgruppe.

Die moselfränkische Mundart als Alltagssprache befindet sich auf dem Rückzug und wird von Jüngeren häufig nicht mehr beherrscht.

Auch die geänderten gesellschaftlichen Lebensbedingungen lassen einen großen Teil des Dialekts aussterben. So werden z. B. die variantenreichen mundartlichen Bezeichnungen unterschiedlicher Witterungsbedingungen durch den Rückzug der vom Wetter abhängigen Landwirtschaft und des entsprechend differenzierenden bäuerlichen Sprachgebrauchs immer weniger verwendet.

Bauwerke

Muttergottes-Kapelle auf dem Rothenberg

Muttergottes-Kapelle auf dem RothenbergDer Vorgängerbau der heutigen Muttergottes-Kapelle stand bis 1948 an der Stelle des heutigen Baus auf dem Rothenberg und hatte die gleiche Standrichtung. Die genaue Entstehungszeit des Vorgängerbaus ist nicht feststellbar, jedoch ließ sich erkennen, dass er in zwei Bauabschnitten errichtet wurde. Als Hinweis für die Entstehung kann ein Stein gelten, in den die Jahreszahl 1771 eingemeißelt war und der bei den Abrissarbeiten gefunden wurde.

Die Entscheidung, eine neue und größere Kapelle zu errichten, wurde 1947 getroffen. Gründe für den Neubau waren die Reparaturbedürftigkeit der alten Kapelle, ein Guthaben von ca. 6000,- Reichsmark, dass noch vor der Währungsreform angelegt werden sollte und die Hoffnung, bei besonderen Anlässen innerhalb der Gemeinde Gottesdienste abhalten zu können, da Guckheim nicht über eine eigene Kirche verfügte. Mit dem Bau begann man am 27. September 1948, die Grundsteinlegung fand am 22. Mai 1949 statt. Richtfest wurde am 26. September 1949 gefeiert. Als Architekt des Kapellenneubaus wurde Rudolf Hack aus Westerburg mit den Planungsarbeiten beauftragt. Am 12. November 1950 erhielt die Muttergottes-Kapelle die kirchliche Weihe.

Da die Finanzierung des Bauvorhabens durch eigene Mittel aufgebracht werden musste, kamen die notwendigen Einnahmen zum einen aus monatlichen Sammlungen von Haus zu Haus, an denen sich auch die Nachbargemeinden beteiligten. Zum anderen spendete die Zivilgemeinde Guckheim einen größeren Geldbetrag sowie das Bauholz. Weitere Einnahmen wurden mit Theateraufführungen auf dem Römmel erzielt. Dort veranstaltete man in den Jahren 1948–1952 Theaterstücke mit Darstellern aus der Gemeinde.

St. Johanneskirche

St. Johanneskirche, Einweihung 16. Juni 1963, Architekt: Hans Busch, Frankfurt/MainEnde der fünfziger Jahre reichten der größer werdenden Gemeinde die Platzverhältnisse in der Muttergottes-Kapelle nicht mehr aus. Einem Antrag an Sonn- und Feiertagen zwei Gottesdienste abzuhalten, konnte aufgrund eines Priestermangels nicht entsprochen werden. Zusammen mit dem für seine sakralen Bauten bekannten Architekten Hans Busch aus Frankfurt am Main plante man daher eine Vergrößerung der Kapelle einschließlich eines neuen Glockenturms.

Hans Busch wurde mit den Planungen beauftragt, aber erst der dritte Entwurf fand die Zustimmung des Bischöflichen Ordinariats. Auf kirchliche Empfehlung hin wurde aus Kostengründen auf den Bau eines Glockenturms und des geplanten Jugendheims verzichtet.

Mit den Bauarbeiten begann man im Sommer 1961 auf dem Wiesengelände Weltersbitz. Die Grundsteinlegung fand am 1. Oktober 1961 statt. Bis zum Frühjahr 1962 wurde der Rohbau erstellt, Richtfest feierte man am 17. Mai 1962. Die Einweihung fand schließlich am 16. Juni 1963 statt, den ersten Gottesdienst hatte man jedoch bereits Weihnachten 1962 abgehalten.

Die St. Johanneskirche ist ein betont schlichter Baukörper mit rechteckigem Grundriss, einem nach Westen abfallenden Pultdach und einer Sakristei im nördlich anschließenden Nebengebäude. Dem Richtung Osten ausgerichteten Altar steht aufgrund der Dachform die größte Raumhöhe zur Verfügung. Der einschiffige Kirchenraum mit Empore wird von dicken Mauern aus Basalt-Bruchsteinen, einem typischen Baumaterial der Gegend, umschlossen.

Belichtet wird der Kirchenraum von einem horizontalen und mehreren vertikalen Fensterbändern mit Glasmosaiken. Das nach Süden orientierte einzige horizontale Fensterband stellt mit seinen Glasmosaiken die Leidensgeschichte Christi dar. Der erwähnte Glockenturm wurde bis heute nicht gebaut.

Die St. Johanneskirche steht mittlerweile unter Denkmalschutz.
 

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ortsbild Hauptstraße GuckheimCa. 35 km östlich von Koblenz am Rhein, auf halbem Weg zwischen den Ballungszentren Frankfurt am Main und Köln gelegen, verfügt Guckheim mit den, in der Nähe liegenden, neuen ICE-Bahnhöfen in Montabaur und Limburg an der Lahn, sowie der nahen Bundesautobahn A 3 / E 35 (Abfahrt Diez/Nentershausen) und den Bundesstraßen B 8 und B 255 über eine gute Verkehrsinfrastruktur.

Sehenswürdigkeiten/Naherholung

Guckheim liegt umrahmt von nahe gelegenen Laub- und Tannenwäldern, die einen Spaziergang lohnen. Hervorzuheben sind der Lehrpfad für Wald- und Vogelkunde auf dem Rothenberg und die nahen Ruinen der nach 1100 errichteten Weltersburg, die von Guckheim aus leicht zu Fuß zu erreichen sind. Der Elbbach fließt direkt an Guckheim vorbei zur Lahn. Mit seiner Wasserkraft wurde in den vergangenen Jahrhunderten die Mühle betrieben. In etwa 5 km Entfernung befindet sich das 1192 erstmals urkundlich erwähnte Schloss Westerburg. Weiterhin ist in ca. 10 km Entfernung zwischen Pottum und Stahlhofen der etwa 450 m hoch gelegene und ca. 80 Hektar große Wiesensee mit seinem Freizeitangebot zu finden.

Ca. 750 m Luftlinie von Guckheim entfernt, führt ein rund 11 km langer, beliebter Wanderweg aus Richtung Wallmerod zum ehemaligen Bahnhofsbereich in Westerburg. Der Wanderweg, der auch von Fahrradfahrern und Skatern genutzt wird, soll in den nächsten Jahren um weitere 10 bis 20 km in Richtung Höhn/Rennerod über die unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke in Westerburg erweitert werden.

Literatur

Barbara Krekel; Guckheim, Geschichte und Geschichten aus einem Westerwald-Dorf, Herausgeber: Ortsgemeinde Guckheim, 318 Seiten, ISBN 3-929745-71-2

 
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